Geschichte der Muster "Yggdrasil" |
|
|
Die Överhogdal-Tapisserien gehören zu den ältesten und bedeutendsten Kulturschätzen Europas und stammen aus der Übergangszeit zwischen heidnischer und christlicher Epoche. Seit ihrer Entdeckung durch Paul Jonze im Jahr 1910 haben zahlreiche Forscher versucht, ihre Bildsprache und Erzählungen zu deuten. Die Teppiche wurden mit nordischer Mythologie, christlicher Symbolik, Fruchtbarkeitsriten, Hochzeitsreisen und antiken Opferkulten verglichen. Heute sind die Överhogdal-Tapisserien im Jamtli Museum in Östersund zu sehen. Wie die Wandteppiche in den Kirchenspeicher gelangten, ist eine faszinierende Geschichte für sich. Quelle: das Manuskript „The Överhogdal Weaves", zusammengestellt von Ulla Oscarsson. Der Wandteppich lag nicht gerollt oder aufgehängt, sondern zerknüllt auf dem Boden neben der Tür, zwischen Staub, alten Holzleisten, Fragmenten von Einrichtung und anderem Schutt in einem alten Lagerraum. Ob er dort lange gelegen hatte, konnte nicht festgestellt werden. Als Jonze die Teppiche fand, waren sie unvollständig, mehrere Fragmente fehlten. Helena Öberg aus der Jämtländischen Handwerkskunst reiste im folgenden Jahr nach Överhogdal, um die fehlenden Teile zu suchen. Sie berichtete ausführlich über ihre Entdeckungen: Am 3. Dezember 1911 kam sie nach Överhogdal und traf dort einen alten Mann, der ihr anbot, sie zu einem fehlenden Teil des Teppichs zu führen. In einem Haus fand sie schließlich ein Kind, dessen Decke tatsächlich das fehlende Fragment war. Nach einigem Zögern erhielt sie das Stück gegen zwei Kronen und das Versprechen einer neuen Decke. Designer Åse Öjbro ließ sich vom Weltenbaum Yggdrasil inspirieren und gestaltete die mythologische Erzählung von Sleipnir, Rimfaxe und dem Vogel, der Ragnarök ankündigt. Nach Ragnarök beginnt das neue Leben in Midgard. Das Kreuz an der Spitze symbolisiert das Christentum. - Ich wollte ein Muster schaffen, das unsere Geschichte verbindet – von der Wikingerzeit bis zum Christentum – und alles in einem Bild vereint. |
|