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Die Geschichte zum Muster # Lycksele

Bis zum 17. Jahrhundert gab es im südlichen Lappland keine Gemeinden. Der Markplatz Öhn (heutiger Gammplatsen, dt.: alter Platz) wurde 1607 von König Karl IX zum Kirchen- und Markplatz erkoren und Lycksele feierte 2007 seine 400-Jahrfeier. Lycksele wurden 1946 die Stadtrechte bewilligt und war die erste Stadt in Lappland, die sich offiziell als eine solche bezeichnen durfte. Die Stadt hieß damals „Lappstockholm“ und vermarktete sich als „die Stadt Lappland“ vor dem Hintergrund, dass der Ort die erste Stadt Lapplands war und auch schon früh zu einem wichtigen Knotenpunkt wurde.



Die Samen sind eine ethnische Minorität in Norwegen, Schweden und Finnland. Sametinget (das unabhängige Parlament der Samen, das von diesen gewählt wird) wurde 1989 in Norwegen gegründet und vom norwegischen Staat anerkannt. Seit 1993 ist es auch in Schweden und seit 1996 in Finnland als ein solches anerkannt.

Die Designerin Åse Öjbro, Gründerin der Öjbro Vantfabrik, hat tragbare Kunst geschaffen, deren Ausgangspunkt unsere Fäustlinge waren. Åse arbeitete auch als Künstlerin und malte viele Jahre lang Gemälde, bevor sie beschloss, Wolle als Ausdrucksform zu wählen. Åse hat ein Muster der Provinz Västerbotten aus Drillich mit Streifen inspiriert von den Samen entworfen. Das Bündchen ist zweifarbig.

Bei der Formgebung des Musters Lycksele verwendete ich die Webtechnik der Provinz
Västerbotten, Drillich. Ich wollte ein Verbindung zu den Samen herstellen und habe deshalb von den Samen inspirierte Streifen in das Muster eingearbeitet. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, dieses Muster zusammen mit der Familiengeschichte der Öjbros zu entwerfen.






Seit wann im Norden bereits Fäustlinge gestrickt werden,
weiß man nicht, aber es gibt bewahrte Teile von Fäustlingen, die aus dem 13. Jahrhundert
stammen.
*Dieser Fäustling wurde von allen Frauen, die Drillich in
verschiedenen Formen weben, inspiriert und ist in den Farben der Provinz Västerbotten gehalten.
Die Öjbro Vantfabrik hat es sich zur Aufgabe gemacht,











 
Quelle;
Geschichte des Hauses von Sven Öjbro Von A
Elisabeth Lindgren, Lycksele

Von „Joppes“ aus war es nicht weit zum Holzhaus
von Sven Öjbro. Das Haus aus groben Holzbalken
stammte ursprünglich aus dem Dorf Ekorrsjö und
war ein Gasthaus, das zu Beginn des 19.
Jahrhunderts gebaut wurde. Hier trafen sich
Reisende, Kaufmänner, Fischer und Jäger auf
ihrer Reise flussaufwärts oder abwärts entlang des
Umeälven und Vindelälven, um sich auszuruhen,
zu essen, Geschäfte zu machen und Pferde zu
tauschen. Zu den obligatorischen Märkten in
Lycksele im Herbst und Winter waren alle
Zimmer des Gasthauses besetzt. Zu Ende des 19.
Jahrhunderts wurde das Haus an dem Ort
Villarydsbacken wieder aufgebaut und von John
Gustaf Johansson und seiner Frau Berta Karolina
übernommen. Berta Karolina starb 1901im
Wochenbett, bei der Geburt ihres einzigen Sohnes,
Sven. Später nahm er den Namen Öjbro an. Viele
Bewohner Lyckseles nahmen zu dieser Zeit neue
Namen an; Öjbro ist lokaler Dialekt für „über die
Brücke gehen“.
Sven erbte schließlich das Haus zusammen mit
seiner Frau Elma. Während der 30er arbeitete er
als Maschinist im Kraftwerk Hällfors und viele
erinnern sich an sein spezielles Lachen – er
schnaubte etwas vorsichtig, wenn er lachte. Elma
machte bei Weitem mehr Getöse. Sie wurde nicht
umsonst „der Schrecken Villaryds“ genannt. Ihre
kräftige Stimme konnte man von Weitem hören,
wenn sie nach den Kindern rief „Kommt rein zum
Essen!“. Im Haus gab es während der Jahre auch
viele Besucher. Bis in die 50er war das Haus in
den Köpfen der Leute nämlich nach wie vor ein
Gasthaus und viele übernachteten bei Sven Öjbro
während der Marktwochenenden. Nach Elmas
Tod 1960 und nachdem Sven in Rente ging, wurde
er Selbstversorger. Er hatte eine Zeit lang ein
Schwein im Stall des Nebengebäudes und baute
Kartoffeln am Hang zum Weg an. Sven wusste
genau, wann es Zeit war, die Kartoffeln im
Sommer zu pflanzen. Ich kann mich noch daran
erinnern, dass er die Temperatur der Erde im
Kartoffelacker maß. Er hackte außerdem
Brennholz auf dem Hof. Früh am Samstagmorgen
wachten die Bewohner Villaryds davon auf, dass
Sven den Holzhacker startete. Das war ein
ordentlicher Wecker, wenn man am Abend zuvor
aus war!
Sven Öjbro starb 1981 och heute steht das Haus
auf der Handelsstraße am Gammplatsen und
wurde zu einem Laden umgebaut.
Sven Öjbro starb 1981 och heute steht das Haus
auf der Handelsstraße am Gammplatsen und
wurde zu einem Laden umgebaut.